Mister Spex Lightconcept 2.0 / Competition

Wettbewerb zum Thema Kostenminimierung bei gleichzeitiger Beibehaltung des Corporate Designs. Für eine preiswertere Version des aktuellen Ladenbaus, welche dennoch die Brand Identity und ihren hochwertig, nordischen Look nicht verlieren soll, sind fast alle Raumpositionen noch einmal überdacht und speziell für diesen Zweck weiter entwickelt worden. Folglich kann das Ziel nur sein, die Brand Identity, welche mit den ersten Flagship-Stores geschaffen wurde, mitzunehmen. 

Rückwand

Die Rückwände greifen die Gestaltung der ersten Stores wieder auf. Die 45° Ausrichtung, sowie die Ausrichtung der Welle wird somit beibehalten. Die Rückwand wird hier in drei unterschiedliche Module aufgesplittet. Die Module sind hierbei nicht mehr raumhoch, sondern werden mit etwas Abstand zur Unterkante der Abhangdecke in den Raum eingestellt. Sie sind zwar formal ähnlich zum ursprünglichem Konzept, aber auf ein Minimum reduziert.

Rückwandmodul 1, Präsentation der Brillen. Dieses Modul gibt es in drei Ausformulierungen.

1.1, Präsentation der Brillen in Holzoptik, 1.2, Präsentation der Brillen für die Fokuswand in weiß, 1.3, Präsentation der Brillen inklusive Stauraum in Holzoptik, als optionale Position. 

Zusätzlich bieten transparente Böden eine optimale Ausleuchtung der übereinander liegenden Brillen. Schlichtes, zurückhaltendes Design bringt die Brillen somit in den Fokus und lässt das Thema allgegenwärtig erscheinen.

Rückwandmodul 2 wird als Eckspiegel in Modulhöhe, mit seitlich integrierten LED- Streifen eingesetzt.

Rückwandmodul 3 beinhaltet den 55’ Screen.

Alle Module weisen eine Formverwandtheit auf, um den Rückwänden, egal wie gesetzt, ein einheitliches Erscheinungsbild zu geben. Die Absetzung in Holzoptik verstärkt den Blick des Kunden auf die Brillen und bietet, in Kombination mit der gezielten Beleuchtung der Rückwände, schnelle und optimale Orientierung im Raum. 

4er Tablett

In Kombination dazu sind die 4er Tabletts für die Ablage ausgewählter Brillen angepasst worden.

Da die durchgängige Ablagefläche bei diesem Konzept entfällt, ist das 4er Tablett nun kleiner als das Ursprüngliche. Folglich passt es sich also der Größe der Fachböden in den Rückwänden an und erhält damit auch seine Parkposition auf der untersten Ebene. 

Freistehende Möbel

Antrittstisch, Consulting Desk, sowie Service Point 2 werden in einer monochromen Holzoptik gehalten und mit funktionalen dunklen Akzenten ergänzt.

Antrittstisch

Der längliche Antrittstisch mit seinen abgerundeten Seiten, verstärkt den weichen Übergang in den Store. Die simple und einfache Schottung des Tisches in längliche Bereiche, schafft genug Platz die aktuellen Trends und Looks anschaulich und hervorgehoben zu präsentieren.

Erweitert wird der Bereich mit einer abgehängten TV-Installation, welche bis zu 4 Screens beinhaltet. Das Thema zwischen online und offline Welt wird durch die Installation zum Blickfang des Kunden. 

Consulting Desk

Durch das vordere mittlere Schwert, gewinnt der Consulting Desk mehr an Leichtigkeit. Um die Gesamtfläche an Stauraum nicht zu verlieren, wird der Unterbau an dem Kassenbereich erweitert und von drei Seiten zugänglich sein. Maße, Funktionen und Positionen auf dem Tisch bleiben hier zum vorherigem Storekonzept gleich. Abgerundet wird dieser Bereich mit den Barstühlen und Pendelleuchten in einheitlich dunkler Akzentfarbe. 

Fokuswand

Die Fokuswand wird durch die andere Farbigkeit der Rückwände und einer Rahmung durch einen grünen Vorhang, Hauptblickpunkt in dem Raum sein. Highlights und Neuheiten lassen sich hier optimal mit den sich oberhalb befindenden Logo Präsenter ergänzen. Hinter der Fokuswand befinden sich linksseitig die beiden Refraktionsräume und rechtsseitig der Zugang zum Office Bereich, sowie auch der Mitarbeiter Bereich.

Lounge

Die Lounge als Ensemble vor der Fokuswand soll hierbei mehr mit dieser interagieren können. Durch den Entfall der Rückenlehne bei dem länglich gepolstertem Element, wird die Fokuswand mehr mit einbezogen und kann somit von allen Seiten gut genutzt werden. In Kombination mit einem gepolstert leichter wirkendem Lounge Chair mit Rückenlehne, vervollständigt sich dieser Bereich und wirkt im allgemeinem luftiger und Blickdurchlässiger. 

Preisschildsystem

Die Thematik des Preisschildsystems lässt sich in den Rückwänden und in dem Antrittstisch, sowie auch in dem 4-er Tablett, ideal integrieren. Während die Unterbringung der Preisschilder im Antrittstisch ähnlich zum bisherigem Konzept bleibt, integriert sich das System in den Rückwänden unauffälliger. Der Z-förmige Winkel in Holzoptik auf den Fachböden, verschmilzt optisch mit der Rückwand und bewahrt dementsprechend den Fokus auf die Brillen.

Für die Mitnahme der Produktkarten in dem 4er Tablett, werden die Zwischenstege als textile Lasche ausformuliert. Bei Bedarf kann die Produktkarte demzufolge einfach zwischen die Stege gesteckt werden.

Letztendlich basiert das Light Konzept nicht nur auf dem Raumkonzept der aktuellen Mister Spex Stores, sondern ist auch in abgewandelter Form eine neue Interpretation dieser.

Durch einfache Formen, sowie einen geschickten Materialwechsel, entsteht ein Konzept, welches das aktuelle Storekonzept räumlich aufgreift, es aber dennoch schafft für sich zu stehen.

Da es nicht versucht das ursprüngliche Konzept zu sein, sondern bewusst von Anfang an als Light Konzept behandelt wird. Formen und Funktionen sind aneinander gebunden. Klare Formen und einheitliche Materialgebungen dieser, verleihen dem Konzept eine Einfachheit, welche genug Raum für das Thema Brillen gibt und Hauptgewicht auf diese setzt. Ein neutral wirkender Boden in Kombination mit warmen Rückwänden und freistehenden Möbeln in Holzoptik, sowie einer gezielten Beleuchtung, schaffen spannende Kontraste und lassen das Auge nicht ermüden. Im aktuellen Kontext soll hiermit, speziell für B-Städte entwickelt, ein zweites zeitlosen Designs erschaffen werden, um nicht mit dem aktuellen Konzept zu konkurrieren, sondern neben ihm zu existieren.

CLIENT
Mister Spex

STATUS
competition

YEAR
2020